Die "Rötzer Fasenachtszeitung", die am Faschingsdienstag erscheint, ist ebenfalls typisch für die Rötzer Fasenacht. Die Zeitung enthält so ziemlich alles, was sich in der Stadt an Eigenwilligem und Merkwürdigem ereignete, frei nach dem Motto "Die Einen werden die Stirne runzeln - zum Ausgleich tun die Andren schmunzeln". Deshalb befürchtet man, wenn einem das Jahr über etwas Kurioses widerfährt: "Sagts ja nix, sinst kimm i af´d Fasenacht dro!" Doch irgendwie erfährt es das Redaktionsteam dann doch und als Betroffener lacht man am besten mit. Insgeheim hofft natürlich jeder, etwas über sich in der Faschingszeitung zu lesen. Über den Inhalt und vor allem über die Ausspielstücke bewahrt man äußerstes Stillschweigen. Erst am Faschingsdienstag wird das Geheimnis gelüftet und die sog. "Juden" bringen die Faschingszeitung unters Volk. Alle Inserenten der Faschingszeitung werden mit lustigen, meist hintergründigen Gedichten und Vierzeilern für ihre finanzielle Unterstützung belohnt. Der Erlös des Blattes dient zur Finanzierung der althistorischen Rötzer Fasenacht, wobei regelmäßig caritative und soziale Einrichtungen unterstützt werden.
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